Montag, 19. August 2013

Lady Miltred: Kurztrip nach Madrid

Diese Wochenende durfte ich unverhofft mit meiner Freundin Eva und ihren Kolleginnen für zwei Tage nach Madrid reisen. Da war die Freude natürlich groß, zumal ich ja jetzt schon länger nicht mehr unterwegs war. Geschmälert wurde die Vorfreude am Freitag allerdings durch die Nachricht, dass wir am Samstag den allerersten Flieger nehmen und schon um fünf am Flughafen sein müssen. Aber wenn man nur 2 Tage hat, nimmt man das natürlich gerne in Kauf :-). Aber erst mal habe ich noch etwas schlaftrunken auf meinem Koffer gewartet, bis es los ging ;-).


Kaum in Madrid angekommen, sind wir mit dem Zug in die Stadt gefahren und haben erst mal unser Hotel für die Nacht bezogen. Nach einer klitzekleinen Ruhepause auf einem äußerst bequemen Hotelbett gab es das schnelle spanische Frühstück mit cafe con letche und tostatda con queso und auf ging´s, in das Getümmel der Großstadt.


Um einen groben Überblick über die Stadt zu bekommen, haben wir zunächst einen der vielen Touristenbusse mit offenem Verdeck bestiegen und eine Stadtrundfahrt gemacht, bei der uns einiges Über Madrid erzählt wurde. So haben wir gelernt, dass Madrid nicht nur die Hauptstadt Spaniens und größte Stadt des Landes ist, sondern nach London und Berlin die drittgrößte Stadt der EU. Sie ist der geografische, politische und kulturelle Mittelpunkt Spaniens. Sie ist Regierungsitz, hier residieren der König und der katholische Erzbischof, es gibt wichtige Verwaltungs- und Militärbehörden und Madrid hat als Handels- und Finanzzentrum internationale Bedeutung. Ihre Wurzeln gehen bis ins Jahr 852 zurück, in dem man begann an der Stelle des heutigen Königspalastes eine maurische Burg zu errichten. Im Jahr 1083 wurde Madrid kastilisch und als 1561 Philipp II den königlichen Hof von Valladolid nach Madrid verlegte begann der endgültige Aufstieg der Stadt.


Nach der Rundfahrt sind wir an einem der größten, bekanntesten und belebetesten Plätzen Madrid´s ausgestiegen, der "Plaza Mayor". Hierbei handelt es sich um einen rechteckigen Platz, der komplett von viergeschossigen Wohnhäusern umgeben ist, die insgesamt 237 Balkone haben. In den Bogengängen, die sich unter den Häusern befinden, haben sich zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants angesiedelt.  Der Platz ist Auto frei und hat insgesamt neun Zugänge durch große Torbögen, von denen der bekannteste der "Arco de Cuchilleros", der Bogen der Messerschleifer ist. Das wahrscheinlich älteste und bekannteste Gebäude der "Plaza Mayor" ist die "Casa de Panaderia", das Haus der Bäckerei. Die Ursprünge der Plaza gehen ins 15. Jahrhundert zurück und sie wurde schon für viele Zwecke genutzt, u.a. für Stierkämpfe, Fußballspiele, Theateraufführungen und natürlich Märkte. Auch für den Madrider Weihnachtsmarkt, der seid 1860 stattfindet. aber soweit sind wir ja zum Glück noch nicht ;-).





















Nach so vielen Eindrücken konnten wir wieder eine kleine Stärkung vertragen. Dazu sind wir in den nahe gelegenen "Mercado San Miguel" gegangen. Das ist eine riesige Markthalle in einem alten Backsteingebäude mit Stahlgerüst. Hier kann man alle Lebensmittel kaufen, die das Herz begehrt. Es gibt alle möglichen Sorten Obst und Gemüse, außerdem Fisch, Fleisch und Geflügel, Säcke mit Reis und Nudeln, Süßigkeiten, Tapas und auch Blumen. Die Eindrücke, Farben und Gerüche sind großartig und man wusste gar nicht, wo man zuerst hingucken soll. Nachdem wir einmal rundrum gelaufen waren, haben wir uns für einen Stand mit leckeren Tapas entschieden.


So gut gestärkt haben wir uns daran gemacht, was Mädchen eigentlich am liebsten tun: shoppen :-). Dazu hat es uns auf die "Gran Via" verschlagen. Die "Gran Via" ist eine Prachtstraße , die sich am Vorbild der großen Pariser Boulevards orientiert. Sie wurde zwischen 1910 und 1927 gebaut und beherbergt viel Boutiquen, Kaufhäuser, Kinos, Cafés und Eisdielen und bekanntesten Theater Spaniens. Die bekanntesten Gebäude der Straße sind das "Metropolis Haus" und der "Torre Telefónica". Sie beginnt in der Nähe der "Plaza de Cibiles" und führt bis zur "Plaza de Espana", ist also sehr lang. Da hatten wir genug Gelegenheit uns die vielen Geschäfte anzusehen und natürlich sind wir auch fündig geworden :-).



Danach war es schon an der Zeit, sich im Hotel noch mal frisch zu machen, zum Abendessen zu gehen und sich anschließend ins Madrider Nachtleben zu stürzen. Nach dem Essen haben wir mit einer Flamenco Vorführung in einer Kneipe angefangen und sind anschließend durch verschiedene Clubs gezogen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Spanier gut feiern können. Aber das können wir ja auch :-).

Heute morgen haben wir dann ein bisschen länger geschlafen. aber auch nicht zu lange, schließlich war heute auch schon unser letzter Tag in der spanischen Hauptstadt. Heute haben wir die "Plaza de Cibiles" besucht. Hier befinden sich ein paar der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Allen voran die "Fuente de Cibiles". Der Brunnen ist der griechischen Göttin Kybele gewidmet, die für Erde, Landwirtschaft und Fruchtbarkeit steht. Außerdem befinden sich hier das Hauptquartier des Heeres, der "Palacio de Buenavista", der "Palacio de Lineares" und der "Palacio de Cibilies", der bis vor zwei Jahren "Palacio de Comunicaciones" hieß und seid 2007 Sitz der Stadtverwaltung ist.


Von hier aus haben wir uns noch durch die Straßen treiben lassen und uns die vielen schönen Gebäude angesehen und ab und zu einen café con letche getrunken. Zum Abschluss haben wir noch dem botanischen Garten, dem "Real Jardin Botánico de Madrid" einen Besuch abgestattet. Seid 1781 liegt er am "Paseo del Prado" neben dem "Museo del Prado", das eins der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt ist. Aber das anzusehen hatten wir leider dieses Mal keine Zeit. Der Garten lohnt allerdings auch sehr für einen Besuch. Er ist durch drei stufenförmige Terrassen gegliedert und beherbergt Pflanzen aus Europa, Amerika und dem Pazifischen Raum. Es gibt ca. 5000 Bäume und Pflanzen aus aller Welt zu sehen und das alles in einem wunderschön angelegten Garten, mit zahlreichen Brunnen, Denkmälern und schattigen Plätzchen, an denen man der Hitze des Tages entgehen kann. Außerdem ist im Garten eine Forschungsprojekt des CSIC, des "Obersten Rats für wissenschaftliche Forschung" untergebracht.


Für uns war es dann leider schon wieder an der Zeit, abschied von Madrid zu nehmen. Aber wir bringen tolle Eindrücke mit nach Hause und wollen auf jeden Fall mal wiederkommen :-).

Kommentare:

  1. Schade, dass es so schnell um ging, aber so ist Urlaub ja meistens! Ich soll auch schön von Sir Henry grüßen, der reeißt inzwischen gerade durch ganz deutschland, von frankfurt, über Hamburg und Hannver. ;)

    Liebste Grüße!

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  2. Oh das freut mich aber für Sir Henry, da hat er bestimmt viel Spaß :-)!
    Der Trip von Lady Miltred war wirklich nur ganz kurz. Aber bestimmt ergibt sich bald auch mal wieder eine längere Reise. Und Du hast recht, Urlaub ist immer zu kurz!
    Das Eichhörnchen darf jetzt mit nach Frankreich. Da hören wir bestimmt auch bald was ;-).

    Allerliebste Grüße und ganz viel Spaß bei der Deutschlandreise!

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